Entrup 119 - landwirtschaftliche Initiative und Gärtnerhof im Münsterland
Kopfgrafik - Schafe auf Wiese

Aktuelles

In der 46. Kalenderwoche ist die Gartenbaufirma endlich mit ihren Maschinen angerückt und hat damit begonnen, den Regenwassersammel- und Bewässerungsteich auf der Wiese zwischen dem Schafstall und dem Pappelacker anzulegen. Der Erdaushub aus dem Teich und vom Scheunen-Bauplatz ist in einem Erdwall rund um den künftigen Teich aufgeschichtet worden, der damit eine Gesamttiefe von 4,5 Metern erreicht. Als nächstes wird er noch mit wasserdichter Folie ausgekleidet. Dazu müssen noch die Befüll- und Entnahmeleitungen verlegt werden.

Alllerdings müssen wir uns momentan noch ein wenig gedulden, bis das Material angeliefert wird, und hoffen, dass der Boden für die Verlegung noch oder wieder trocken genug sein wird.

Noch ist die Fläche flach

Etliche Holzschuppen und ein Folientunnel sind schon vor einer Weile abgebaut worden, jetzt sind die Weiden entfernt und die Fläche, auf der die neue Scheune gebaut werden soll, ist planiert worden. Hoffentlich geht es bald weiter.

Abbau und Zwischenlagerung eines Folientunnels

Für den geplanten Bau einer neuen Maschinenhalle musste der Folientunnel an der Hofeinfahrt weichen. Am 22.Oktober wurden mit einigen Teilgeber/innen die Folienbahnen heruntergenommen.

In der 43. Kalenderwoche wurde dann vom Gärtnereiteam die Eisenkonstruktion auseinandergenommen worden.

Sie ist am 12. November  am Gartenacker zwischengelagert worden, denn der Folientunnel soll hinter dem Hofladen wieder aufgebaut, erweitert und weiterhin als überdachte Anbaufläche genutzt werden. 

Der beliebteste Mitmachtag

Am o5. November haben sehr viele Teilgeber/innen, manche nur zeitweise, andere durchgehend, von 10 bis 15 uhr im Sonnenschein - wie fast jedes Jahr Anfang November - Sauerkraut und - zum ersten Mal - Kimchi, eine koreanische Spezialität aus Chinakohl, Rettich, Porree, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch, hergestellt.

Am Ende des Mitmachtages waren fünf Bottiche mit Sauerkraut und einer zu dreiviertel mit Kimchi gefüllt. Diese werden zunächst eine Weile in der Küche stehen, damit die Milchsäuregärung starten kann.

Ackertag "Möhren ernten"

Am 29. Oktober haben bis zu 15 Teilgeber/innen samt einigen Kindern auf dem Pappelacker 16 Reihen Lagermöhren geerntet. Sie haben die knackigen Wurzeln entweder einfach herausgezogen oder zum Teil mit dem Spaten ausgegraben. Anschließend haben sie das Laub abgedreht und die Möhren mit reichlich Erde in große Lagerkisten gepackt. Jetzt lagern 1,6 Tonnen des Würzelgemüses in der Kühlung.

Ernteeinsatz einer 3. Klasse

Am 26. Oktober haben die Drittklässler/innen von der Freien Waldorfschule in Münster mit viel Elan bei dieser Aktion das gesamte Rote-Bete-Feld auf dem Pappelacker abgeerntet und dabei sieben 400 kg-Kisten gefüllt. Bei herrlichem Wetter und überaus fleißigen Kindern war das für alle Beteiligten ein rundum perfekter Tag.

Vielen Dank für diesen tollen Einsatz!

Ein Auftakt zu den vielfältigen Baumaßnahmen

Um das große Wohnhaus wohnlicher und energieeffizienter zu gestalten, sind am Ende des vergangenen und am Anfang diesen Jahres im Erdgeschoss alle Fenster erneuert worden.

Bevor dies auch im Obergeschoss geschehen kann, muss der Westgiebel, also die Wetterseite des Gebäudes, das 1944/45 gebaut worden ist, saniert werden.

In der 41. Kalenderwoche ist damit begonnen worden, die alten Fugen herauszuflexen bzw. -zukratzen und einzelne Steine auszutauschen, besonders im Bereich der Fensterlaibungen, die der Frost aufgrund der eingedrungenen Feuchtigkeit nach und nach zerbröselt hat. Im nächsten Arbeitsschritt ist anschließend der Westgiebel neu verfugt worden und eine Woche später sollen die Fugen imprägniert und so das erneute Eindringen von Feuchtigkeit verhindert werden.

Anschließend können auch im Obergeschoss neue Fenster eingesetzt werden.

Green World Tour 2022 in Münster - Wir waren dabei

Die Nachhaltigkeitsmesse fand am 8. und 9. Oktober in der Mensa am Ring in Münster statt. Die Besucher*innen konnten sich inspirieren lassen, um ihren Alltag nachhaltiger zu gestalten. Das Angebot war sehr abwechslungsreich: Leben, Energie, Mobiltität, Bauen, Wohnen, Konsum und Ernährung.

Und beim letzten Punkt kamen wir ins Spiel. Denn wir wurden eingeladen, unseren Gärtnerhof Entrup und unsere Solidarische Landwirtschaft/CSA mit einem eigenen Stand, den Karo betreute, zu präsentieren.

Obsternten auf unserer Streuobstwiese in Kümper

Am o1. Oktober hat Alex zunächst mit nur vier von viel mehr angemeldeten Teilgeber/innen, die zum Teil gar nicht erschienen sind, über 500 kg Äpfel geschüttelt, aufgesammelt und gepflückt. Daraus stellt die regionale Mosterei Post, bei der aufgrund der Apfelschwemme momentan Wartezeiten von einer Woche Usus sind, leckeren naturtrüben Apfelsaft für die Mitglieder/innen der Solawi und zum Verkauf im Hofladen und auf dem Ökomarkt her. Den Trester bekommen die Schafe zur willkomenen Bereicherung ihres Speiseplans.

Am 24. September haben Alex, Tanja und 5 fleißige Helfer/innen bereits reife Äpfel von den Bäumen geschüttelt, anschließend etwa 600 kg Fallobst aufgesammelt und zur Mosterei gebracht.

Nach der Pflicht kommt die Kür

In der letzten Septemberwoche hat das Gärtnereiteam bei einer gößeren Aktion auf einer Pachtfläche in Norwalde über 3500 kg Kürbisse geerntet und eingelagert. Da bisher schon elf Großkisten, vornehmlich mit Hokkaidos, gefüllt worden sind, die momentan das Gemüselager, die Tenne und den Vorplatz vor dem Hofladen schmücken, dürfen sich die Mitglieder der Solawi und die Kunden im Hofladen sowie auf den Märkten in Steinfurt und Münster in den nächsten Wochen, wenn nicht sogar Monaten auf eine delikate Bereicherung ihres Speiseplanes freuen.

Erntedank und Jahresversammlung der Solawi

Am 25. September waren die CSA-Mitglieder und Interessierte auf den Gärtnerhof geladen, wo dieses Mal das neue Lastenrad mit den vielfätigen Erntegaben geschmückt und beladen war.

Bei zumeist strahlendem Sonnenschein konnte nach dem Auftakt mit der Begrüßung und dem gemeinsam gesungenen Lied "Der Herbst ist da" das Mitbringbüfett an langen Tischen auf dem Hof genossen werden.

Anschließend berichtete das Hofteam über die Herausforderungen im vergangenen Jahr und stellte die bevorstehenden Investitionen vor.

Während die Erwachsenen sich über die Gärtnerei, die Landwirtschaft, CSA-Angelegenheiten, Rezepte und Persönliches austauschten, hatten die Kinder Spaß beim Toben, Filzen, Feuer machen und Stockbrot backen.

Hofbegehung im Rahmen der "Aktionstage Ökolandbau NRW"

Kurz vor der großen Herbsternte gab es für die 6 Teinhemer*innen an der Hofführung am 10. September in den Folientunneln und auf den Gemüsefeldern viel zu sehen. Ein Besuch bei den Schafen war natürlich auch eingeplant.

Dabei gab es unendlich viel Gesprächs- und Diskussionsstoff: Wie reagiert ein Biohof auf die Klimaveränderung? Was tun wir für den Artenschutz und warum ist der Wolf trotzdem eine Bedrohung? Kann Solidarische Landwirtschaft eine Inspiration für unser Wirtschaftssystem sein?

Arbeit unter Palmen - Das Jäten im Grünkohlbeet

Am o3. September haben 8 Teilgeber/innen mit Alex auf dem Dreiecksacker an der Hofeinfahrt zunächst zwischen und unter dem gesunden Wintergemüse, anschließend dann in den dortigen Beeten mit Brokkoli und Blumenkohl gejätet.

Ackertag "Sellerie jäten"

Als geschmacksgebende Zutat in jeder Suppe oder angebraten als Schnitzel – der Sellerie ist vielseitig einsetzbar und bereichert die Wintersaison.

Damit die Knollen schön groß werden können, hat Alex am 27. August auf dem Pappepelacker mit 5 Teilgeber/innen 20 Reihen Sellerie von den Beikräutern befreit.

Mitmachtage "Zucchini-Chutney herstellen"

Da das hochsommerliche Wetter den Sommerkürbis sprießen lässt und viele Mitglieder der Solawi sich von den wöchentlichen Zucchini-Rationen überfordert fühlen, hat Alex zu Mitmachtagen aufgerufen, um aus dem sommerlichen Überfluss eine Bereicherung für die Winterzeit herzustellen.

Am 13. und am 20. August haben sich zahlreiche Teilgeber/innen auf dem Hof versammelt, um 50 bzw. 55 kg Zucchini samt Zutaten zu einem Chutney zu verarbeiten, das den Speiseplan im Winter bereichern wird. So sind am 13. 100 und am 20. sogar 128 700-ml-Gläser gefüllt worden.

Hofführung

Im Rahmen der diesjährigen münsteraner Tage der Nachhaltigkeit bestand am 13. August die Möglichkeit, sich vor Ort über den Hof und die Solidarische Landwirtschaft zu informieren.

Werner hat einer Gruppe von 10 Interessierten bei einer zweistündigen Führung die wesentlichen Bereiche anschaulich vermittelt und Fragen beantwortet

Ackertag "Porree jäten"

Am o6. August haben Alex und Tanja zeitweise mit bis zu 6 Teilgeber/innen und 3 Kindern 16 Reihen Herbstporree auf dem Pappelacker gejätet, damit er bei den aktuell eher trockenen Bedingungen eine Chance hat, groß zu werden.

Die erste Lagergemüseernte des Sommers

Am 30. Juli haben bis zu 10 Personen einen Großteil der Zwiebeln in den ersten Reihen des Dreiecksackers an der Hofeinfahrt geerntet. Die insgesamt etwa 540 kg schwere Erntemenge ist zum Trocknen auf den Dachboden der Werkstatt gebracht worden.

Viele Hände schaffen einfach mehr

Obwohl der Sommer noch jung war, musste schon am o2. Juli für den Herbst und Winter vorgesorgt werden. Denn auch ein Winterkohl braucht in in jener Jahreszeit Sonne satt und genügend Wasser.

Damit das allseits beliebte Wintergemüse groß und schön werden kann, sind von zwölf Teilgeber*innen auf dem Dreiecksacker an der Hofeinfahrt dreizehn lange Reihen Rosenkohl gejätet worden.

Zum Dank gab es ein von 2 CSAlerinnen gekochtes Mittagessen: Kohlrabi-Kartoffel-Auflauf mit Schafskäse und/oder Entrup-Salami.

Unverhofft kommt oft

Bei der Morgenbesprechung am 25. Juni hatte es noch so ausgesehen, als ob nur Tanja & eugen auf dem Dreiecksacker pflanzen werden, zumal kein Ackertag angekündigt worden war.

Aber unerwartet bekamen sie Hilfe von Nora und Michelle, so dass vier Reihen gepflanzt werden konnten: 2 mit Steckrüben und 2 mit Kohlrabi der Sorte Superschmelz. Als ökologische Langzeitdüngung kamen übrigens Pellets zum Einsatz.

Regenwassernutzung

Vom Nachbarn ist dem Hof ein großer Behälter zur Verfügung gestellt worden, der bis zu 25.000 Liter fassen kann. Letztes Jahr ist er links neben dem Westgiebel der Scheune aufgestellt und standsicher eingegraben worden. Ein Rohr leitet das Regenwasser vom vorderen Scheunendach hinein. Eine kleine Zisternenpumpe kann die Beregnungsrohre in den Folientunneln mit dem Wasser versorgen. Während bislang das kostbare Nass einfach in den Teich hinter der Scheune geleitet worden ist, kann es jetzt aufgefangen und Wasser aus dem kommunalen Versorgungsnetz eingespart werden.

Nachdem Tanja ihn von innen gereinigt hat, wird er momentan von außen gestrichen, zunächst mit einer weißen Grundierung und dann mit schwarzer Farbe. Damit soll der Algenbildung im Regenwassertank vorgebeugt werden.

Wenn im Herbst die alte Scheune neu gedeckt worden ist, wird es auch an der rückwärtigen Seite eine Regenrinne geben, so dass dann das ganze Regenwasser vom Scheunendach aufgefangen und für die Bewässerung genutzt werden kann.

Ackertag "Rote Bete pflanzen"

Das farbenfrohe Wintergemüse stand in den Startlöchern. Bis zu sieben eifrige Pflanzer*innen haben am 11. Juni bei strahlendem Sonnenschein etwa fünftausendvierhundert Setzlinge in 16 Reihen auf dem Pappelacker in die Erde gebracht.

Die erste Hofführung des Jahres

Seit dem o1. Juli 2o15 ist unser Hof ein Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau.

Da die Wiesen und Hecken in üppigem Grün erstrahlen, die Folientunnel mit Sommergemüse bepflanzt sind, auf den Gemüsefeldern die ersten Freilandgemüse reif werden und die Schafe, Pferde, Hühner und Gänse sich auf neugierige Besucher*innen freuen, es also viel zu entdecken gibt, hat Alex am o4. Juni einer Gruppe von Interessierten die Glücksorte des Hofes gezeigt.

Ein vorbildlicher Einsatz

Obwohl zu keiner Mitmachaktion aufgerufen worden war, meldeten sich drei Teilgeberinnen und pflanzten am o4. Juni mit Tanja, Kathi und Alex auf dem Tischenkamp Zucchini, Schnittlauch und Petersilie.

Ein Heuvorrat ist angelegt worden

Anfang Mai ist zwar das erste Gras für Heu gemäht worden, allerdings ist die zweite Box auf dem Heuboden noch fast voll gewesen. Da man bei den letztjährigen Wetterkapriolen aber nicht weiß, ob die diesjährige Heuernte als Winterfutter für die Schafe und Pferde ausreichend sein wird, sind die verbliebenen Heuvorräte aus dem letzten Jahr am 21. und 28. Mai gepresst und im Schafstall gestapelt worden. So kann auch die zweite Box für die Trocknung und Lagerung des diesjährigen Heus genutzt werden.

Mitmachtag Jäten

Am 28. Mai haben 2 liebevolle Helferinnen Alex geholfen, auf dem Dreiecksacker an der Hofeinfahrt 4 Reihen Kohl zu jäten, denn die Beikräuter sprießen wieder ganz gut, seit es nach Wochen endlich wieder in nennenswerter Menge geregnet hat.

Weitere Mitmachaktionen

Ein Teil der Holzschuppen musste weichen, damit an ihrer Stelle im Spätsommer eine neue Halle für Maschinen entstehen kann. Am 21. Mai haben vier Teilgeber*innen die Holzgerüste auseinandergenommen. 

Parallel dazu wurde auf dem Dreiecksacker Rosenkohl, das beliebte Wintergemüse, gepflanzt. Tanja & Alex wurden nur durch eine Teilgeberin unterstützt. Angesichts der 2000 Setzlinge leider nur eine bescheidene Hilfe.

Generalversammlung der Gärtnerhof Entrup eG - ein Bericht von Gerhild

Am 14. Mai trafen sich einige Genossenschaftsmitglieder zur Generalversammlung der Gärtnerhof Entrup e. G. bei schönem Wetter auf dem Hofplatz. Es wurde über das vergangenen Jahr in der Landwirtschaft und in der Gärtnerei berichtet. Die Vorstände Christiane und Rainer stellten die positive Entwicklung des vergangenen Wirtschaftsjahrs dar. In der Corona-Zeit war der Verkauf von Bio-Lebensmitteln außergewöhnlich hoch. Mittlerweile hat sich der Markt normalisiert und der Absatz im Hofladen und auf den Märkten fällt wieder geringer aus. Gründe hierfür wurden diskutiert. Es wurde unter anderem auch festgestellt, dass das Bio-Sortiment in den Supermärkten und Diskountern erheblich gewachsen ist. Viele Menschen denken auch, dass die Produkte im Bioladen oder auf dem Ökomarkt teurer sind als anderswo - was definitiv nicht so ist. Ideal wäre es, wenn alle CSAler nicht nur ihre Ernteeinheit abholen, sondern auch ihren Wocheneinkauf im Hofladen oder an den Martkständen tätigen würden.

Die zukünftigen Herausforderungen wurden während der Hofbegehung deutlich. Auch das Thema "zusätzliche Schutzmaßnahmen für die Schafherde" durch die Investition in wolfssichere Elektro- Zäune wurde diskutiert. Weitere anstehende Modernisierungen und Sanierungen sind für eine gute Entwicklung des Hofes essentiell. Positiv hervorzuheben ist, dass einige Genossenschaftsmitglieder bereits die Gelegenheit wahrgenommen haben, ihre Anteile zu erhöhen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Realisierung der geplanten Investitionen in diesem und nächsten Jahr.

Mitmachaktionen

Zur Vorbereitung für die weiteren Arbeiten an der geplanten Halle muss das Brennholz, das auf der Hoffläche vor den Holzschuppen lagert, aufgearbeitet werden.

Am 30. April haben Alex, Cordula, Ellen und eugen in einer gut vierstündigen Aktion etwa die Hälfte des dort lagernden Holzes sortiert, die dickeren Stämme gespalten und anschließend in den Schuppen gestapelt, die demnächst nicht dem Neubau weichen müssen.

Am o7. Mai waren bis zum Mittagessen neun und anschließend noch drei Teilgeber*innen aktiv. Der Plan ist zwar nicht ganz realisiert worden, aber der Großteil des verbliebenen Holzes ist gespalten und gelagert worden.

Am 14. Mai gab es am Mitmachtag drei Stationen:

  • Holzschuppen abdecken: Ein Teil der alten Schuppen soll weichen, damit an ihrer Stelle im Spätsommer eine neue Halle für Maschinen entstehen kann. Die Dachpfannen wurden von 4 Teilgeber*innen abgedeckt und auf Paletten gestapelt.
  • Pflanzen im neuen Folientunnel: Über ihr neues Zuhause freuen sich dank dreier Teilgeberinnen Tomaten und Zucchini.
  • Brennholz spalten: Das restliche Feuerholz auf dem Hof, auf dem Tischenkamp und im Obstgarten ist zwar gesplaten worden, aber es muss noch weggeräumt und gelagert werden.

Diese Arbeiten und der vollständige Abbau der abgedeckten Holzschuppen, die dem Neubau weichen müssen, stehen am nächsten Samstag auf dem Programm.

Tatkräftige Mitarbeiter*innen sind wieder herzlich eingeladen!

Der neue Folientunnel

Ein zusätzliches Foliengewächshaus soll die Fruchtfolge entlasten und die Versorgung mit Frühjahrsgemüse und Fruchtgemüse wie Paprika verbessern. Die Einzelteile sind schon vor einer Weile geliefert worden.

Ab dem o4. Mai ist dann endlich der Monteur gekommen, um drei Hilfskräfte seitens des Hofes drei Tage lang beim Aufbau anzuleiten.

Der imposante Folientunnel, der höchste und größte des Hofes, kann zwar schon genutzt werden, allerdings ist im Inneren noch einiges zu tun.

Die Sommerboten benötigen unsere Unterstützung

Eine Schwalbe macht zwar noch keinen Sommer, aber ohne sie wäre der Hof öder.

Am 23. April ist zwar die erste Rauchschwalbe im Melkstand gesehen worden, aber die Bedingungen für den Nestbau sind - wie auch schon in den vergangenen Jahren - schwieriger georden, da die Schwalbennester aus bis zu 2000 eigens geformten Ton- und Lehmklümpchen bestehen. Angesichts der anhaltenden Trockenheit finden sie aber nicht die dafür notwendigen Pfützen.

Um die Glücksbringer zu unterstützen, sind 10 Nisthilfen angeschafft worden, von denen die ersten drei am 30. April von Lina auf der Tenne angebracht worden sind, damit die Flugkünstler bald für Nachwuchs sorgen können.

Larvikit

Paul Winz, der 2003 zu den Gründern der „Kulturwerkstatt Altenberge e. V." gehört hat, hat am Karfreitag ein Schild an einem Kunstwerk angebracht, das seinen Platz in der Mitte des Hofes hat. Damit hat er nicht nur an seinen früh verstorbenen Sohn Adrian Paul erinnert, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 20. Mal jährt, sondern auch dessen Larvikit, der schon zu Zeiten der Gärtnerhofgemeinschaft "drunter & drüber" dort aufgestellt worden ist, wieder stärker ins Bewusstsein der Hofbewohner und - besucher gerückt.

Seinen Namen verdankt er Stadt Larvik in Norwegen. Larvikit ist ein magmatisches Gestein, das vor etwa 300 Millionen Jahren in einer Tiefe von etwa 18 Kilometern unter der Erdoberfläche entstanden ist. Der Stein ist normalerweise dunkelblau, grau, sogar schwarz. Der Schiller-Effekt ist ein wunderschöner Glanz, der durch die Anwesenheit bestimmter Mineralien entsteht.

Ein Bewässwerungsprojekt als Vorübung

Vom Nachbarn ist dem Hof letztes Jahr ein großer Behälter zur Verfügung gestellt worden, der bis zu 25.000 Liter Flüssigkeit fassen kann. Er ist links neben dem Westgiebel der Scheune aufgestellt und standsicher eingegraben worden. Ein Rohr leitet das Regenwasser vom vorderen Scheunendach hinein.

Während bislang das kostbare Nass einfach in den Teich hinter der Scheune geleitet worden ist, kann es jetzt aufgefangen und Wasser aus dem kommunalen Versorgungsnetz eingespart werden.

Um das Regenwasser vom Scheunendach für die Bewässerung der Gewächshäuser nutzen zu können, sind  jetzt Leitungen von der Zisterne zu den Folientunneln verlegt worden. In den Tunneln selber werden neue Düsen eingebaut und eine kleine Bewässerungssteuerung, die in Zukunft hoffentlich viel Arbeitszeit beim Beregnen der Gewächshausbeete ersparen werden.

Die Freilandgemüseflächen am Hof sollen im Sommer mit neuen, größeren Wasserleitungen versorgt werden.

Es gibt wieder Gänse

Im Laufe der Jahre hat es zwar immer wieder einmal mehr oder weniger Gänse auf dem Hof gegeben, aber dann auch längere Zeit schon nicht mehr, bis Lennart ein Gänsepaar beim Beginn seiner Lehrzeit auf dem Hof Anfang März mitgebracht hat.

Die Pommerngänse Eduard und Gitte haben nach einer Brutzeit von 28 Tagen am o6. April Nachwuchs bekommen. Die 10 Gössel erkunden mit ihnen die Umgebung.

14 Jahre Solidarische Landwirtschaft auf dem Gärtnerhof

Am o6. April 2oo8 ist die Coummunity Supported Agriculture auf dem Hof gegründet worden.

Der erste Mitmachtag des Jahres

Nach einem erfolgreichen Vorbereitungstag am 10. Oktober haben 16 Teilgeber/innen am o7. November 2o2o bei strahlendem Sonnenschein auf der Zeltwiese 9 Obstbäume gepflanzt.

Um sie vor Wildverbiss und neugierigen Weidetieren zu schützen, müssen die Bäume noch eingezäunt werden. Eichenpfähle dienen als haltbare Zaunpfosten, Fichtenstangen und ein Maschengeflecht bilden die Umzäunung.

Am 26. März 2o22 haben Alex, eugen, Franz, Hermann und Judith damit begonnen, die Obstbäume, die 50 bis 100 Jahre alt werden können, einzuzäunen.

Endlich gibt es ein Lastenfahrrad

Im letzten Jahr hat Nicolai, der nicht nur jeden zweiten Dienstag die Depots in Münster beliefert, einmal sogar zusammen mit Lea per Lastenräder, sondern auch zum Team von LASSE - Dein Lastenrad gehört, dem Hof für eine Woche zwei Lastenräder zur Probe zur Verfügung gestellt.

Karo hat dann recherchiert, wo und wie man Zuschüsse für solch ein Lastenfahrrad bekommen kann, und Anträge gestellt. Seit ein paar Wochen steht eins auf der Tenne und Olaf hat eine Ablage konstruiert, die es ermöglicht, Wasserkanister und andere Versorgungsgüter zu den Weidelämmern zu transportieren.

Beim momentan sonnigen Wetter kann die Weidelammkontrolle auf weiter entfernt liegenden Weideflächen mit dem neuen Lastenfahrrad erledigt werden. Auf der Transportpritsche lässt sich mühelos die tägliche Ration Wasser, Salz und Mineralfutter transportieren.

Bei den aktuell enormen Kraftstoffpreisen kann außerdem sinnvoll Diesel eingespart und immerhin pro Tag ca. 20km weniger Auto gefahren werden.

Aber auch sonst ist es reizvoll, dass Rad zu nutzen.

Häckselaktion

Da die Wiesenflächen zumeist wieder trocken genug sind, ist am 12. März in der Wiese in Kümper und bei Brockmann begonnen worden, die abgesägten Äste von den Kopfweiden und aus den Hecken zu häckseln. Außerdem ist das restliche Brennholz von dort zum Hof transportiert worden.

Die Hackschnitzel sollen nach und nach im Pferdestall als Einstreu dienen. Zusammen mit dem Pferdemist und dem Stroh ergibt das einen guten, Humus bildenden Kompost.

Ein Frühbeet ist optimiert worden

An Stelle des maroden hölzernen Frühbeetes ist vom Gärtnereiteam aus gebrauchten Betonfertigteilen, die 2o17 im Garten einer Villa in Steinfurt abgebaut worden sind, ein neuer Frühbeetkasten gebaut worden.

Die Frühbeete sind zur Zeit unsere einzige Möglichkeit, um wärmeliebende Setzlinge auch bei kalten Außentemperaturen vorzuziehen. Unter die Töpfe wird eine dicke Schicht Pferdemist gepackt. Bei der Verrottung gibt das Material Wärme ab.

Bei sonnigem Wetter wird es in den relativ kleinen Frühbeeten bei geschlossener Lüftung auch schnell mal 30°C warm, auch im Februar.

In dem zweiten Frühbeet, das wir schon 2o17 errichtet haben, sind Schnittlauchballen eingeschlagen. Dank der Wärme können wir wahrscheinlich in zwei Wochen die ersten frischen Kräuterbunde ernten – ganz ohne Heizenergie. Im Freiland ist es dafür noch viel zu kalt.

Sanierung und Optimierung des Insektenhotels

Dieses mehrstöckige Hotel auf der rechten Seite der Hofeinfahrt hat Max,ein damaliger Lehrling,im Rahmen seiner Ausbildung zum Landwirt Ende 2o18 / Anfang 2o19 im Rahmen der Freien Ausbildung als Projektarbeit gebaut und für die menschlichen Besucher eine Informationstafel daneben aufgestellt.

Vor kurzem hat Sarah, die diesjährige FÖJlerin auf dem Hof, damit begonnen, das Insektenhotel nicht nur zu sanieren, sondern auch zu optimieren.

Was sind das für Steine?

Den verzierten Sandstein am Rande des Beetes auf der Hoffläche vor dem Hofladen kennen zwar sicherlich fast alle, die den Hof besuchen, aber den vor der Eiche hinter dem Schafstall Richtung Pappelacker sicher weniger und den vor dem Küchenfenster am Rande des Weges zur Obstwiese auf jeden Fall nur wenige Besucher.

Die drei Steine mit Symbolen zur Heilung der Landschaft sind vor fast 11 Jahren, nämlich im Rahmen eines Geomantieseminares vom 26.o2. bis zum o1.o3.2o11, von den Teilnehmer*innen erarbeitet und aufgestellt worden.

Steigerung der Heizenergieeffizienz

Nachdem in der 47. Kalenderwoche des vergangenen Jahres schon die Fenster in der Erdgeschosswohnung des Wohnhauses ersetzt worden waren, wurden am 25. Januar die zum Teil schon sehr maroden im Büro, in der Küche und im Esszimmer erneuert und die bisherigen Rolladenkästen isoliert.

Auch die anderen Fenster im Haupthaus sollen nach und nach erneuert werden.

Ein Bauvorhaben im neuen Jahr

Die Scheune des Hofes ist kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut worden. Das Dach ist schon lange undicht und der hölzerne Dachstuhl dementsprechend marode. Die gemauerten Wände zeigen an manchen Stellen meterlange Risse und vielerorts ist der Mörtel ausgewaschen.

Aus der ursprünglichen Überlegung, diese nur zu renovieren, ist die Idee entstanden, eine neue Scheune am Standort der jetzigen Brennholzschuppen zu bauen und die alte instandzusetzen und weiter zu nutzen. Die momentane Planung sieht vor, dass von der Firma, die auch den Schafstall errichtet hat, eine freitragende Halle mit seitlich tragenden Leimbindern, also eine moderne Holzkonstruktion, mit einer Breite von 25 und einer Tiefe von 12 Metern realisieren zu lassen, wobei es hofseitig noch zusätzlich ein 5 Meter tiefes Vordach geben soll.

Wenn die Planung und die Finanzierung geklärt sind, kann hoffentlich im Frühling  mit der Realsierung begonnen werden, wobei schon bei den Vorarbeiten tatkräftige Hilfe erforderlich sein wird, denn die Holzschuppen müssen abgerissen und dar Folientunnel versetzt werden.

Die Lammsaison hat begonnen

Am o8. Januar sind morgens die ersten Lämmer geboren: Drillinge. Eine Woche später waren es zehn und am 22. Januar schon 35.

Ein kleiner Rückblick auf das Erntejahr 2021

Es wurden 54 Gemüsekulturen angebaut, teils mit gutem, teils mit weniger gutem Erfolg, was man auch ein wenig an den Erntezahlen erkennen kann. Am Jahresende ist es allemal interessant zu sehen, was alles durch die Gärtnerhände zu unseren Kunden und Mitgliedern gegangen ist:

  • 746 kg Schnittsalate: Bunte Mischung 68 kg; Feldsalat 319 kg; Postelein 250 kg; Rucola 109 kg
  • 7512 Stk. Sommersalate und 1687 kg Herbstsalate: Endivie 872 Stk.; Radicchio 715 kg; Zuckerhut 711 kg 1801 Stk.
  • Gurken und weitere 7031 kg Fruchtgemüse: Aubergine 335 kg; Kürbis 3087 kg; Paprika 340 kg; Tomaten 1066 kg; Zucchini 2729 kg
  • 3870 Stk. Kohlrabi und weitere 9548 kg Kohlgemüse: Blumenkohl 1401 kg; Broccoli 1164 kg; Chinakohl 699 kg; Grünkohl 652 kg; Rettich 360 kg; Rosenkohl 924 kg; Rotkohl 1582 kg; Spitzkohl 600 kg; Steckrübe 360 kg; Weißkohl 660 kg; Wirsing 1146 kg
  • 1243 kg Hülsenfrüchte: Buschbohnen 939 kg; Dicke Bohnen 67 kg; Stangenbohnen 234 kg; Erbsen 3 kg
  • 2584 Bd. Bundzwiebeln und weitere 2315 kg Zwiebelgemüse: Knoblauch 154 kg; Porree 1230 kg; Zwiebeln 931 kg.
  • 1431 Bd. Radieschen und weitere 6796 kg Wurzelgemüse: Knollensellerie 1728 kg; Möhren 2519 kg; Pastinaken 763 kg; Rote Bete 1571 kg; Topinambur 215 kg
  • 428 Bd. Stielmus und weitere 1340 kg Blattgemüse: Mangold 1152 kg; Spinat 188 kg
  • dazu: Fenchel 1042 kg; Stangensellerie 203 kg; Zuckermais 451 Stk.; Rhabarber 492 kg
  • und 4873 Kräuterbunde: Dill 316 Bd., Petersilie 4056 Bd.; Schnittlauch 501 Bd.

Auch im neuen Jahr geben wir unser Bestes und hoffen auf gutes Gelingen!

15 Jahre Genossenschaft

Am o8.Januar 2007 hat die „Initiative Entrup 119 e.V." die Hofbewirtschaftung der „Gärtnerhof Entrup eG" übertragen. Die Genossenschaft ist der wirtschaftende Teil des Hofes, der u.a. für alles Mobile zuständig ist. Sie pachtet die Flächen und mietet die Gebäude vom Verein, der für das Immobile verantwortlich ist.

Eine Solawi benötigt Teilgeber*innen

Glücklicherweise hatten wir über viele Wochen regen Zulauf bei den Acker-Samstagen. Viele Gemüsekulturen wie Möhren oder Sellerie haben wir nur Dank Eurer Hilfe vor dem Totalausfall bewahren können. Im Herbst haben uns viele von Euch bei der Obsternte oder bei der Sauerkrautherstellung unterstützt. Vielen Dank!

Diese Danksagung hat Alex in seinem letzten Hofbrief des Jahres 2o21 formuliert. Damit hat er auf die 14 Ackertage in der Zeit vom 12. Juni bis zum 18. September und die Sauerkrautherstellung am o6. November angespielt, an denen sich gezeigt hat, wie wichtig die Bereitschaft zur Teilgeberschaft ist.

Geben ist seliger denn Nehmen. Dieser Grundsatz basiert auf der Apostelgeschichte (20,35). Er überzeugt heute - Gott sei Dank - immer mehr Menschen, ganz egal, ob sie gläubig sind oder nicht.


Gärtnerhof Entrup eG
Entrup 119
48341 Altenberge
Deutschland
Tel 02505 3361
Fax 02505 991598